Linux-Kompabilität Thinkpad S20-EU

Bisher erledigte alles mit meinem Thinkpad E330 — dank einer nachgerüsteten SSD war ich auch hoch zufrieden mit dem kleinen, dank Ersatzakku dachte ich auch, dass er die nächsten zwei Jahre gut durchhalten sollte.

Das war leider ein Trugschluss. Ein Kaffee-Bad später (ca. 200 mL, ungesüßt, ohne Milch) hat es einen Kurzschluss erlitten und ich musste zunächst ohne auskommen. In Zukunft bin ich also mit einem Thinkpad S20-EU unterwegs. Seit Kernel 4.5 läuft die Kiste perfekt mit meinem (inzwischen 4 Jahre alten) Arch-Linux. Drei Punkte haben sich im Vergleich zum E330 dennoch geändert:

  1. Der Laptop hat ein FullHD-Display mit 14″
  2. eine integrierte Intel / AMD Hybrid-Graphikkarte
  3. und einen fest verbauten Akku

Punkt 1 und 2 finde ich super, die Radeon hat mit dem Aktuellen AMDGPU-Treiber zwar eher sogar etwas weniger Leistung als die integrierte Intel-HD520, dennoch freue ich mich darauf sie mal auszuprobieren.
Automatisches Ein- und Ausschalten der Karte funktioniert super, so dass der Akku ca. 5-8 Stunden hält. Dazu muss man aber sagen, dass ich ihn per tlp auf ca. 80% beschränkt habe, um die Zellen zu schonen.
Weitere Erfahrungsberichte gibts dann bald.

Civilization V: Brave new world unter Linux

CivV ist eines meiner absoluten Lieblingsspiele. Nicht nur das man ein wunderbarer Brettspielflair hat, es ist auch noch extrem anspruchsvoll und wiederspielbar.

Vor kurzem habe ich meine Festplatte durch eine deutlich schnellere SSD ausgetauscht. Dadurch habe ich dann auch meine Windows-Partition endgültig abgeschafft, auf der SSD ist ein bißchen weniger Platz. Bereits zuvor konnte ich Civ mit Wine unter Linux spielen, also gar kein Problem. ALso schnell PlayOnLinux auf meinem System installiert, es gab bereits eine Installationsmöglichkeit für CivV, ausgewählt und installiert, soweit komplett problemfrei.

Jetzt taten sich aber dann doch Probleme auf. Das Spiel lies sich zwar starten und ich konnte auch ein neues Spiel anfagen, jedoch fehlten die Inhalte von „Brave new World“, der zweiten Erweiterung. Nach ein paar Minuten recherche, war relativ schnell klar, dass das an der Reihenfolge liegen muss, in der CivV die Erweiterungen vom Laufwerk lädt — diese Reihenfolge scheint unter Linux anders zu sein als unter Windows (warum auch immer…).

Diesen Fehler zu beheben ist allerdings recht einfach. Man bewegt sich in dem Ordner in den Civilization installiert wurde (z.B. ~/.wine/drive_c/Programm Files/Steam/SteamApps/common/Sid Meiers Civilization V/). Hier geht es in den Unterordner „assets/DLC/“. Damit die Ladefolge wieder Ordnungsgemäß eingehalten wird, kann hier einfach der Ordner Expansion in Expansion3 umbenannt werden — Brave new World wird dann wieder nach Gods and Kings geladen und alles sollte in Ordnung sein.

Der Einbau der SSD hat sich übrigens dennoch gelohnt — alleine was man an Zeit beim booten spart…..

Backups mit p7zip

Obwohl es doch erstaunlich ist, ich gehöre ja tatsächlich zu den Menschen die in Regelmäßigen Abständen Backups machen — erst vor einigen Wochen haben sich die auch wieder als wertvoll erwiesen, nachdem Windows 7 beim Updaten meine Festplatte zum Teil zerschossen hatte.
Meistens nutze ich rsync zum Anlegen meiner Backups — ich habe immer einen aktuellen Ordner und diverse Inkremente mit geänderten bzw. gelöschten Dateien. Über ein einfaches Skript wird somit der ganze Kram täglich auf meine externe Platte und meinen Server gesichert. Auf ganz ähnliche Weise werden sichere ich auch in der Uni die Daten unseres AKs.

Vor 2 Tagen habe ich p7zip für mich entdeckt. Durch das Komprimieren der Inkremente könnte ich den Speicherbedarf auf unserem Backupmedium um 2/3 reduzieren. Beeindruckend wie ich finde.

Verwendung der ATI7500/600 Series Hybridkarten unter Ubuntu

Die Einrichtung von Hybridgrafikkarten unter Ubuntu ist leider nicht so einfach. Nach Installation des Fglrx-Treibes über den „zusätzliche Treiber“ Dialog (Jockey) funktioniert zwar die „High End GPU“, aber die intigrierte Intel GPU ist nicht dazu zu überreden, Unity im 3D Modus auszuführen.

Dies liegt an der fehlenden Unterstützung der DRI (direct rendering infrastructure). Die Grafikkarten von Intel sind dazu aber normalerweise in der Lage. Dies liegt an Fehlen zweier Dateien im Ordner, der den fglrx-treiber beinhaltet. Um das zu beheben, öffnen Sie eine Konsole und führen dort die folgenden Befehle aus:

sudo -i
cp /usr/lib/x86_64-linux-gnu/dri/i965_dri.so /usr/lib/fglrx/dri/
cp /usr/lib/x86_64-linux-gnu/dri/swrast_dri.so /usr/lib/fglrx/dri/
aticonfig –px-igpu

Einen Neustart später sollte der Unity-Desktop in seiner vollen Pracht erstrahlen. Sie können durch den Befehl

fglrxinfo

überprüfen, welche Grafikkarte gerade verwendet wird.